Tukan: Symbol der Exotik

Im Schlaf igelt sich der Tukan ein

Tukan
Copyright: Bernd Kulow

Der Tukan ist zum Symbol für die bunte Exotik des Amazonas-Regenwalds geworden. Sein riesiger, prachtvoller Schnabel gibt Rätsel auf.

Tukane sind lebhafte und gesellige Spechtvögel, die gern in den Zweigen herum klettern und von Ast zu Ast hüpfen. Im Amazonasgebiet kommen sie besonders zahlreich vor, dabei gibt es Dutzende unterschiedlicher Arten. Sie halten sich vorwiegend in den hohen Baumwipfeln auf. Einen Tukan zu fotografieren war deshalb im Dschungel nicht einfach. Man braucht schon ein starkes Tele und muss damit die Baumkronen absuchen.

Tukane gehören zu den lautesten Vögeln im Regenwald. Ihr Gesang wird häufig als melancholisch bezeichnet und ertönt vor allem im Morgengrauen und am späten Nachmittag. Mit der Spitze seines großen Schnabels packt der Tukan kleine Früchte oder Insekten und lässt sie in seinen Schlund fallen. Er ernährt sich überwiegend von Früchten und Beeren. Sein gewaltiger Schnabel kann eine Länge von über 20 cm erreichen. Dieser klobig erscheinende Schnabel besteht aus wabenartigem Knochengewebe und ist viel leichter, als seine Größe vermuten lässt.

Riesiger Tukan Schnabel rätselhaft

Welche Vorteile ein Tukan von seinem großen Schnabel hat, ist für die Wissenschaft noch unklar. Vielleicht schüchtert er andere Vögel mit seinem Schnabel ein? Beim Schlafen jedenfalls legt der Tukan den Schnabel auf seinen Rücken.

Doch jetzt hat ein kanadischer Wissenschaftler herausgefunden, dass der Tukan mit seinem Schnabel seinen Wärmehaushalt reguliert. „Ein Elefant benutzt seine Ohren, um Hitze abzuleiten“, sagt Glenn Tattersall, Biologie Professor an der Brock University. Mäuse gebrauchen dazu ihren Schwanz und ein Tukan hat dazu seinen großen Schnabel. Damit ist die bislang weit verbreitete These widerlegt, dass Vögel ihren Schnabel ausschließlich zum Fressen und zum Anlocken der Weibchen besitzen.

Vogeleltern ziehen geschlüpfte Jungen gemeinsam auf

Zum Brüten suchen sie sich eine Baumhöhle. Ihre Nisthöhlen sind so gut versteckt oder schwer zugänglich, dass bislang über das Brutverhalten wenig bekannt ist. Zwei bis vier weiße Eier legen sie in ihr Nest. Beide Eltern sehen gleich aus und versorgen die geschlüpften Jungen gemeinsam.

Der größte Tukan wird Riesentukan genannt. Sein Schnabel macht mit 22 cm mehr als ein Drittel der gesamten Länge des Vogels aus. Er liebt offenbar auch Paprikaschoten, weshalb er hin und wieder auch als „Pfefferfresser“ bezeichnet wird.

Die Indianer ziehen häufig kleine Tukane auf und halten sie als Haustiere. Zudem schätzen sie das Fleisch der Tukane und nutzen die bunten Federn als Schmuck.

Hier geht´s zum Tukan Song für Kinder

Quellen:

Brock University, Ontario, Canada: Giant bill generates big interest

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