Olympische Spiele in der Dschungelstadt

Fußballspiele der Olympischen Spiele finden in Manaus statt

Manaus Arena Amazonia
Copyright: Governo do Brazil. Stadion Arena de Amazonia, Manaus, Brasilien

Das Stadion „Arena da Amazonia“ in Manaus in Brasilien wurde 2014 zur Fußballweltmeisterschaft eröffnet. Seither wurde es wenig genutzt. Nun wurden im August 2016 Fußballspiele im Rahmen der Olympischen Spiele in dem Stadion ausgetragen.

In Manaus ist es tropisch heiß, die Luft oft feucht und stickig. Ein Klima geeignet für sportliche Höchstleistungen? Und dennoch: Die Entscheidung fiel auf Manaus. Hier fanden Spiele der Fußballweltmeisterschaft 2014 statt.

Die fehlende Nachhaltigkeit des Stadions in Manaus, der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaats Amazonas, stand immer im Fokus der Kritik. Laut der Stuttgarter Zeitung vom 26. Januar 2016 wurden 22015 nur 13 Spiele in der Amazonas-Arena in Manaus ausgetragen, die insgesamt Einkünfte von 158 000 Euro einbrachten. Die jährlichen Unterhaltskosten des Stadions betragen aber 1,67 Millionen Euro. Von der Anfangsinvestition ganz zu schweigen.

Mit den Olympischen Spielen 2016 kam die Arena wieder in die Schlagzeilen. Hier fanden entscheidende Fußballspiele statt. Doch wird damit die Zukunft des Stadions gesichert?

Nachhaltige Nutzung der Arena steht in den Sternen

Die Deutsche Welle beobachtete den Bau der Arena. Schließlich war es die Hamburger Architektensozietät von Gerkan, Marg und Partner, gmp, die das Stadion plante.

Manaus ist eine wirtschaftliche Freihandelszone, in deren Industriegürtel 80 Prozent der elektronischen Güter für den brasilianischen Markt produziert werden, so die Angaben der Deutschen Welle. Die Arena soll das neue Aushängeschild der Stadt werden.

Zudem wird die „Arena da Amazonia“ als erstes Stadion nach den strengen Nachhaltigkeits- und Umweltkriterien des „Green Building Councils“ zertifiziert. Schön und gut sagen viele Kritiker, aber der Unterhalt der Arena wird teuer und ihre Auslastung nach der WM steht in den Sternen. Im Gegensatz zum Rest des Landes hält sich das Fußballfieber in Amazonien in Grenzen. Da stellt sich die Frage, wer die 44.000 Plätze in der Arena später füllen soll. Die Verantwortlichen rechnen mit Events wie Konzerten und verweisen auf den wachsenden Tourismus.

Quelle:

Deutsche Welle: Made in Germany – das Wirtschaftsmagazin

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