Naturwunder Erde

Was wir tun können, um die großen Naturlandschaften zu erhalten

Naturwunder Erde
Naturwunder Erde von Markus Mauthe Buchcover Knesebeck Verlag

Ein Bildband, der den Blick von oben auf die Erde lenkt. Die großen Naturlandschaften. Ihre beeindruckende Schönheit. Wie die Tiere und Pflanzen in diesen Ökosystemen von einander abhängen, wie sie kooperieren und ein einzigartiges Ganzes bilden. Doch diese großen Ökosysteme sind bereits vom Menschen beeinflusst und verändert.

Der Bildband „Naturwunder Erde“ von dem Fotografen Markus Mauthe gibt in erster Linie Überblicke über die großen natürlichen Lebensräume. Es sind vor allem wunderschöne Landschaftsaufnahmen von den Groß-Ökosystemen wie den Wüsten, den tropischen Regenwäldern, dem Meer, den Flüssen bis hin zum Polareis. Greenpeace hat das Projekt finanziert. Insofern wird es niemanden verwundern, welche Aspekte im Fokus stehen, wenn der Blick auf die Erde als Ganzes fällt.

Dies sind die Veränderungen der letzten großen Naturlandschaften durch den Menschen. Doch die Fotos zeigen die intakten Lebensräume in ihrer faszinierenden Schönheit. Der Betrachter bleibt verschont von Bildern verschmutzter Flüsse oder kahl geschlagener Wälder. Mit den Texten wird der Leser auf die Zerstörungen gelenkt und was man tun muss.

Wo der Klimawandel tiefgreifende Veränderungen bewirkt

So existiert von den Regenwäldern, die den Globus wie ein breiter, grüner Gürtel umziehen, nur noch die Hälfte. Und die Zerstörung schreitet weiter voran. Oder die Flüsse: Im Wasserkreislauf der Erde spielen die Flüsse eine entscheidende Rolle. Sie bringen das Wasser zurück ins Meer, wo es verdampft und als Regen auf das Land fällt. Auch hier hat der Mensch tiefgreifend eingegriffen. Neben der Kanalisierung vieler Flüsse sind weit über die Hälfte der großen Flusssysteme durch 45.000 große Staudämme in ihrem natürlichen Lauf eingeschränkt und unter Kontrolle gebracht.

Die globalen Zusammenhänge des Ökosystems Erde bleiben durchgehend im Blick des Autors der Begleittexte Jürgen Paeger. In welchen Großlandschaften der Klimawandel besonders tiefgreifende Auswirkungen zeigt, wird in dem Buch deutlich. Hierbei nimmt das Polareis den oberen Platz ein. Seit 1979 hat das arktische Meereis um über 40 % abgenommen. Schon bald könnte die Arktis im Sommer eisfrei sein.

Saharastaub für die Amazonas Regenwälder

Der Temperaturanstieg ist auf der Erde nicht gleich. Die Arktis ist am stärksten betroffen. Seit 1970 ist hier die Temperatur doppelt so stark angestiegen wie im Erddurchschnitt. Und all das Tauwasser fließt ins Meer und lässt den Meeresspiegel ansteigen.

Auf einem Drittel der Landflächen der Erde herrschen die Wüsten. Wüsten bilden die heißesten Lebensräume der Erde, mit extremen Temperaturen. Der feine Staub der Wüsten wird als Schwebfracht über weite Strecken transportiert. Der Saharastaub ist reich an Eisen und Phosphor. Pflanzen brauchen Eisen, um Chlorophyll zu bilden und auch Phosphor ist wichtig für Pflanzen.

Der nährstoffreiche Saharastaub weht über den Atlantik bis nach Südamerika. So werden jedes Jahr 50 Millionen Tonnen Staub aus der Sahara in den Amazonas-Regenwald transportiert. Nährstoffverluste werden so ausgeglichen. Denn die gehen verloren, weil sie durch das gigantische Flusssystem des Amazonasbecken ins Meer getragen werden.

Naturwunder Erde: Was wir tun können…

Taten statt Warten!, heißt der Kampagnen Teil des Buches. Hier werden die einzelnen Aktionen und Kampagnen von Greenpeace erläutert. Aber nicht nur im Anhang werden Handlungsmöglichkeiten vorgestellt. Was wir tun können – diese Fragen tauchen immer wieder im Buch auf. Zu jedem Kapitel über die einzelnen Naturlandschaften gibt es klare Aussagen, was geschehen müsste. Und dem Herausgeber entsprechend stehen dabei Kampagnen und Erfolge von Greenpeace im Vordergrund.

Quellen:
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