Korridor für Jaguar

Ein Versprechen im Zoo erfüllt ein Leben

Korridor für den Jaguar
By Katie Chan (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Bislang ist der Jaguar auf einzelne Schutzgebiete angewiesen. Doch nun soll es einen Korridor für den Jaguar von Mexiko bis Argentinien geben, um diese Gebiete zu verbinden. 

Als Alan Rabinowitz ein kleines Kind war, lernte er nicht wie die anderen Kinder fließend zu sprechen. Er war ein Stotterer. Und schließlich verstummte er ganz. Er sprach nicht, er hatte keine Stimme. Doch er kommunizierte mit den Raubkatzen im Zoo. Dort zog es ihn immer wieder hin, er fühlte sich tief verbunden mit dem Jaguar im Käfig.

Und er gab ihm ein Versprechen. Sollte er jemals seine Stimme finden, so wollte er die Stimme für die Jaguare, für alle Raubkatzen sein. Und in der Tat hat er sich den Schutz des Jaguars und der anderen Raubkatzen zum Lebensinhalt gemacht.

Weil sie keine Stimme haben, töten wir sie

Warum, fragt er heute, verhalten wir uns so gegenüber Tieren, sperren sie ein, kleiden uns mit ihren Fellen, verfolgen sie, rauben ihnen ihr Gebiet, töten sie. Für ihn ist die Antwort klar: Weil sie keine Stimme haben. Und er gibt ihnen ihre Stimme.

Engagiert ist Alan Rabinowitz in Panthera (panthera.org), der Naturschutzorganisation, die sich ausschließlich dem Schutz der Raubtiere und deren Habitat widmet.

Alan Rabinowitz verfolgt ein Ziel und das unermüdlich: Die noch verbliebenen Habitate des Jaguars von Nordmexiko bis Argentinien mit einem Korridor zu verbinden. Er will die Raubtiere schützen, weil sie ganze Ökosysteme erhalten. Wo der Jaguar ausgerottet ist, vermehren sich andere Tiere und es kommt zu Krankheiten und einer völligen Veränderung des Ökosystems.

 

Quellen:

  • Panthera.org
  • Bildnachweis Beitragsbild: Wikimedia Commons By Katie Chan (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons