Thomas Marent: Fotos aus dem Dschungel

Keine Scheu vor Plackerei und Strapaze

Ein leidenschaftlich besessener Fotograf blättert die Regenwälder der Erde vor den Augen des Betrachters auf. Faszinierende Fotos von bislang unbekannten Pflanzen und Tieren. Wie hat es der Fotograf Thomas Marent geschafft, nie fotografierte Tiere vor die Linse zu bekommen?

Man spürt beim ersten Aufschlagen des Bildbandes welche Faszination der Amazonas Dschungel auf den Fotografen Thomas Marent ausgelöst hat. Er lässt uns mit seinen aufregenden Fotografien an der beinahe magischen Wirkung des Regenwalds teilhaben. Die theoretischen Erkenntnisse über die Artenvielfalt der Regenwälder und besonders des Amazonas-Beckens bekommen hier wunderbare, überraschende und auch skurrile Gesichter. Die Artenvielfalt zeigt sich in ihrer Individualität und Einmaligkeit.

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Wer diesen gewaltigen Fotoband durchschaut, dem ist nach 350 Farbseiten klar, hier ist ein vom Regenwald Besessener am Werk. Diese Fotos zeugen von einer ungeheuren Begeisterung des Fotografen. Thomas Marent hat 16 Jahre lang die Regenwälder der Erde bereist. Wobei das Reisen in diesen feucht-heißen Dschungeln meist Plackerei und Strapaze bedeutet.

Thomas Marent wurde 1966 in der Schweiz geboren. Seit Beginn der 90er Jahre unternahm er immer wieder ausgedehnte Touren in die Regenwälder der Erde. In Südamerika allein bereiste er 7 Länder und hielt sich dabei lange Zeit im Amazonas-Regenwald auf. Meist war er allein unterwegs, nur manchmal begleitete ihn ein einheimischer Führer. Dazwischen arbeitete er immer so lange, bis er wieder das Geld für seinen nächsten Regenwald-Trip beisammen hatte. All seine Energie und seine finanziellen Mittel steckte er in seine große Leidenschaft.

Marent achtete einerseits darauf, mit seiner Kamera den Charakter und die besondere Schönheit jedes einzelnen Lebewesens festzuhalten. Andererseits wollte er die ganze Vielfalt des Regenwaldes fotografisch dokumentieren. Dazu musste der Schweizer sich auf die „Jagd“ machen nach seltenen, bisher noch kaum fotografierten Tieren.

Mit dem Fotografen im Regenwald unterwegs, das Fernsehteam des SRF, Schweizer Radio & Fernsehen

 

Dafür nahm Thomas Marent viele Gefahren, Strapazen und lange Zeiten des Wartens auf sich. Nach jeder längeren Reise kam er um fünf bis acht Kilo leichter nach Hause. Mehrere Male verirrte er sich im Regenwald. Einmal musste er mit verstauchtem Knöchel noch tagelang weiter marschieren und ein anderes Mal kam es zu einer brenzligen Situation mit kolumbianischen Guerillas.

Dem Fotografen geht es nicht allein darum, die Schönheit des Regenwaldes zu zeigen. Er möchte mit seinen Bildern vermitteln, wie schützenswert dieser einzigartige Lebensraum ist.

Der Preis des Buches: € 39,90

Ein Teil des Buchpreises geht an „The Rainforest Foundation“. Die Rainforest Foundation geht davon aus, dass ein nachhaltiger Schutz der Regenwälder nicht von den Grundrechten der lokalen Bevölkerung zu trennen ist. Die Stiftung unterstützt praktisch ausgerichtete Projekte in mehr als einem Dutzend Tropenwaldstaaten. Es soll sichergestellt werden, dass die indigenen Völker unter Rahmenbedingungen, die ihre Landnutzung und angemessene Lebensbedingungen gewährleisten, die Regenwälder ihrer Heimat schützen können.


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