Weblog Bernd Kulow

Als Journalist betreibe ich die Website www.amazonas.de. In diesem Weblog gibt es zusätzlich von mir das Aktuellste und Spannendste vom Amazonas, vor allem zur Lage des Regenwalds.

20.1.10

Poker um Öl und Regenwald

21.01.2010 - Bislang liegen noch 20 % der Ölreserven Ecuadors unangetastet unterm Regenwald. Und dort sollte das Öl auch bleiben, eigentlich, denn vor 3 Jahren machte Staatspräsident Rafael Correa vor den Vereinten Nationen das Angebot: Das Öl bleibt unterm Regenwald, der Urwald wird nicht angetastet, damit auch kein Kohlendioxid freigesetzt und dafür bekommt Ecuador eine Entschädigung.

Der Vorschlag fand weltweit Gehör. Verhandlungen kamen ingang. Nun aber steht das Projekt plötzlich auf der Kippe. Präsident Correa klagt die ausländischen Partner an, sie wollten sein Land bevormunden, stellten beschämende Bedingungen. Ecuador wolle nicht länger als Kolonie behandelt werden. Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung droht der Präsident nun bereits im Juni mit der Ölförderung zu beginnen.

Für die Geberländer aber scheinen noch zu viele Fragen offen, etwa: Wie soll völkerrechtlich abgesichert werden, dass Ecuador nach Erhalt des Geldes nicht doch das Öl fördert, z. B. nach einem Regierungswechsel?

In Ecuador hat der Konflikt bereits für Konsequenzen gesorgt: Der Außenminister, verantwortlich für das Projekt, ist zurück getreten.

Offenbar soll aber nun neu verhandelt werden. Dabei geht es um den Erhalt eines noch intakten Regenwaldes, der vor 20 Jahren von der Unesco zum Biosphären-Reservat erklärt worden ist. Wenn die Verhandlungen positiv ausgehen, ist wahrscheinlich, dass weitere Urwälder durch Entschädigungszahlungen vor der Zerstörung bewahrt werden. Dann würde der gerettete Regenwald in Ecuador zum Pilotprojekt und Vorbild.

Bericht im Greenpeace-Magazin

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12.1.10

Öl unterm Regenwald

12.01.2010 - In Ecuador warten unterm Regenwald 850 Millionen Barrel Öl, um gefördert zu werden. Das schwarze Gold brächte dem Land einen Umsatz von 6 Milliarden Dollar, wie die Süddeutsche Zeitung am 11.Januar 2010 berichtet. Eine Menge Geld für den armen Andenstaat. Doch Ecuador will das Öl nicht fördern und damit wird es die internationalen Ölkonzerne bitter enttäuschen.

Das Ölfeld liegt nämlich im Nationalpark Yasuni, ein ökologisch äußerst wertvolles Regenwaldgebiet im Süden Ecuadors an der Grenze zu Peru. Der Yasuni Park gilt bei Forschern und Umweltschützern als einzigartiger Naturraum wegen seiner immensen Artenvielfalt.




Die Ecuadorianische Regierung hat nun der Welt einen Vorschlag gemacht: Sie will das Öl unterm Dschungel nicht antasten, den Regenwald nicht zerstören, den Indianern ihren Lebensraum lassen. Für die entgangenen Einnahmen aber will Ecuador entschädigt werden. Die Regierungschefs und Unterhändler auf der Kopenhagen Konferenz indes blieben skeptisch.

Wie kann Ecuador garantieren, dass der Urwald nicht angetastet wird? Wie können illegale Rodungen unmöglich gemacht werden? Was geschieht, wenn eine neue Regierung gewählt wird, nachdem das Geld bereits ausgezahlt worden ist? In Kopenhagen einigte man sich nicht. Die Entscheidung über den Ecuadorianischen Vorschlag wurde verschoben.

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29.11.09

Blue Man Group

29.11.2009 - The Blue Man Group aus Berlin mit ihrem Spot zum Prince´s Rainforest Project.



http://www.rainforestsos.org/

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Sting rockt für den Amazonas

29.11.2009 - Der Rocksänger Sting kämpft wieder für den Erhalt des Amazonas-Regenwalds.
Hier sein Song "Message in a Bottle", den er vor 30 Jahren geschrieben hat, nun mit Bezug zum Amazonas-Regenwald:

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22.11.09

Jaguar vor dem Aussterben?

23.11.2009 - Nur der Regenwald kann sie retten. Noch leben einige Tausend Jaguare. Doch durch die Zerstörung ihrer Lebensräume nimmt die Zahl ständig ab.

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Keine Rinder aus Urwaldgebiet

22.11.2009 - Die vier größten brasilianischen Rinderunternehmen gaben in Sao Paulo bekannt, ab sofort keine Rinder mehr aus neu gerodeten Urwaldgebieten zu beziehen, meldet Greenpeace. Diesem Erfolg war eine weltweite Greenpeace-Kampagne zum Schutz des Amazonas-Regenwaldes vorangegangen. Fleisch- und Lederabnehmer wie Adidas, Nike, und Walmart sahen sich dadurch veranlasst, die brasilianische Rinderindustrie zu wirksamen Maßnahmen zum Urwaldschutz zu bewegen.

Die Rinderzucht gilt als größter Urwaldvernichter im Amazonasgebiet. 80 Prozent der abgeholzten Waldflächen werden als Weideland genutzt. Klaus Meine, Sänger der Rockband Scorpions, die sich seit Jahren gemeinsam mit Greenpeace für den Erhalt des brasilianischen Regenwaldes einsetzen, begrüßt den neuen Erfolg zum Schutz des Regenwaldes.

Urwaldzerstörung für Rinderzucht

Die Unterzeichnung dieses Moratoriums ist ein außerordentlicher Erfolg in unserem Kampf gegen die Urwaldzerstörung, sagt Tobias Riedl, Waldexperte von Greenpeace. Das Abholzen und die Brandrodung des Regenwaldes ist ein Verbrechen, dem endlich ein Ende bereitet werden muss. Greenpeace wird die wirksame Umsetzung dieser angekündigten Maßnahmen wachsam verfolgen. Nach dreijähriger Recherche veröffentlichte Greenpeace im Juni 2009 einen Report, der die Zusammenhänge zwischen Rinderzucht und Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes detailliert aufzeigt. Rund 63 Millionen Rinder werden derzeit auf gerodeten Urwaldgebieten gehalten.

Die Rinder-Konzerne JBS-Friboi, Bertin, Marfrig und Minerva unterzeichneten nun ein Moratorium auf die weitere Umwandlung von Wald in Weideland. Die Rinderverarbeiter verpflichten sich damit, nur noch Farmen als Lieferanten zu akzeptieren, die nicht länger den Urwald zerstören. Für eine entsprechende Überwachung müssen sich die Rinderfarmer mit ihren Satellitennavigations-Daten registrieren.

Von den dramatischen Zuständen in Amazonien konnte ich mir letztes Jahr selbst ein Bild machen, sagt Klaus Meine. Während ihrer Brasilientournee 2008 flogen die Scorpions zusammen mit Greenpeace über brennenden Regenwald. Bei ihren Konzerten riefen die Musiker zum Urwaldschutz auf. Der heutige Erfolg gibt mir die Hoffnung, dass wir diese einzigartigen Naturparadiese noch nicht verloren haben, sagt Meine weiter.

Die Urwälder Amazoniens sind unentbehrlich für das weltweite Klima. Wissenschaftler schätzen, dass sie 80 bis 120 Milliarden Tonnen Kohlenstoff speichern. Durch Abholzung und Brandrodung werden die gespeicherten Treibhausgase freigesetzt. Bis Juli 2008 wurden bereits 74 Millionen Hektar des Amazonas-Regenwaldes vernichtet. Dies entspricht der doppelten Fläche Deutschlands.

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Rodung aufgehalten

22.11.2009 - Brasilien hat endlich einen Erfolg im Kampf gegen die Zerstörung des Amazonas erreicht: Die Entwaldung ging auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebungen 1988 zurück. Das gab Präsident Luiz Inácio Lula da Silva bekannt. Insgesamt wurden im Zeitraum von August 2008 bis Juli 2009 7.000 Quadratkilometer Amazonaswald abgeholzt. Das sind knapp halb so viel wie im Vorjahr und nur ein Viertel des historischen Höchststands von 1995 (29.000 km2).

Allerdings sind damit trotz der Verlangsamung der Rodung dennoch 7.000 Quadratkilometer Amazonaswald für immer verschwunden.


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8.6.08

Zerstörung auf Höchststand

08.06.08 - In Brasilien hat die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes einen neuen Höchststand erreicht. Allein im April wurden über 1.100 Quadratkilometer Regenwald gerodet. Vor allem wird der Wald zerstört, um Flächen für Soja-Anbau zu gewinnen.
Nach Angaben des WWF erzeugt das Abbrennen der Wälder am Amazonas mehr CO2 als der gesamte internationale Flugverkehr.

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