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Amazonas-Tiere

Vögel des Amazonas-Regenwalds

Sie bewohnen die Kronen der Urwaldriesen. Dort oben in 30 bis 50 Meter Höhe finden sie ihre Lieblingsspeisen: Blühten, Früchte, Samen. Die farbenfrohen Aras, wie auch die Tukane mit dem übergroßen Schnabel, sind zu Symbolen des südamerikanischen Regenwalds geworden.

In den Baumwipfeln jagen Adler nach Affen, nisten zahllose Singvögel. Und über allen schweben Geier. Den Amazonas-Wald bewohnt eine bunte Schar von unterschiedlichsten Vögeln: winzig kleine und unglaublich große, leise zwitschernde und laut schreiende.

Tukan - das Symbol des Regenwalds
Die meisten Vögel bauen ihre Nester oben in den riesigen Regenwaldbäumen. Dazu gehört der Tukan. Mit seinem übergroßen, farbigem Schnabel ziert er Müsli-Packungen, wirbt für Restaurants oder Bars, gilt als Symbol für den gefährdeten Regenwald Amazoniens.

Über 40 Arten des Tukans finden ihren Lebensraum in Mittel- und Südamerika. Fliegen ist indes nicht die Stärke des Tukans. Der Tukan hüpft lieber von Ast zu Ast. Am freien Flug scheint ihn sein übergroßer Schnabel zu hindern. Der Tukan gehört eindeutig zu den lautesten Vögeln. Er ernährt sich von Früchten und Beeren. Dabei zeigt er manchmal kleine Kunststücke: Er wirft die Frucht mit der Schnabelspitze in die Luft, um sie dann wieder aufzufangen und zu schlucken.

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Aras - die Riesen unter den Papageien
Insgesamt gibt es 16 unterschiedliche Ara-Arten. Sie gehören zu den Riesen unter den Papageien. Und diese sind wohl nicht zuletzt wegen ihres farbenfrohen Gefieders die berühmtesten Tiere Amazoniens. Auf ältesten Landkarten wurde Amazonien manchmal als Land der Papageien bezeichnet.

Die Aras gelten als ähnlich intelligent wie die Schimpansen. Wenn sie in Schwärmen auftauchen, scheinen sie stundenlang mit einander zu plaudern. Offenbar lernen einige von ihnen sogar Worte und Sätze der menschlichen Sprache und interagieren mit ihren Züchtern. Nur wenige andere Vögel werden so alt und lernen so viel wie die Aras.

>> mehr zu den Aras

Kolibries - der Hubschrauber-Vogel
Die Kolibris widmen sich den ganzen Tag über der Nahrungssuche. Die haben einen hohen Energiebedarf und müssen jeden Tag soviel Nahrung aufnehmen wie sie selbst wiegen. Als Nahrung kommt für sie vor allem der Nektar der Blüten in frage. Ihr Flug erinnert an einen Hubschrauber. Sie können in der Luft auf der Stelle verharren und langsam in Blütenkelche hineinschweben.

Die Harpyie - mächtiger Greifvogel
Der stärkste Greifvogel Amerikas ist die Harpyie. Dieser Adler ist den europäischen Adlern an Kraft und Größe überlegen. Die Harpyie ist ein ausgesprochener Urwaldvogel. Nur wenige Beutetiere können diesem mächtigen Greifvogel entkommen. Die Harpyie kann sich im Steilflug auf ihre Beute stürzen.

Für Affen ist es immer ein Grund für Alarm, wenn die Sillouette einer Harpyie. Am Himmel erscheint. Denn auf dem Speiseplan des großen Vogels stehen neben Vögeln auch Affen, Faultiere und andere große Wirbeltiere. Harpyien sind wahre Flugkünstler. Wenn sie in den Baumwipfeln nach Affen jagen, vollführen sie halsbrecherische Kunstflüge.

Der Hoatzin - ein seltsamer Vogel
Der Hoatzin (Opithocomus hoazin) trägt einen indianischen Namen. Er wird aber auch Stinkvogel genannt. Denn er hinterlässt einen starken Moschusgeruch. Der Hoatzin ist einer der eigenartigsten Vögel am Amazonas: schwerfällig und plump kann er nur schlecht fliegen. Der Hoatzin ist eine Art Kuckuck. Die jungen Vögel sind noch ungewöhnlicher: Sie haben Krallen an den Flügelenden. Die Vogelwissenschaftler haben unterschiedliche Theorien zu diesen Krallen. Die einen sagen, es seien Überbleibsel aus der Reptilienvergangenheit der Vögel. Für andere sind die Krallen eine spezifische Anpassung des Vogels. Die jungen Vögel benutzen die Krallen nämlich zum Klettern. Im ersten Lebensjahr bilden sich diese Krallen zurück.

Der Hoatzin ist Vegetarier. Er ernährt sich vor allem von Blättern. Besonders in den lichten Galeriewäldern in den Tiefen des Amazonas-Regenwaldes ist er zu Hause. Der Vogel ist ein besonders guter Schwimmer. Bei Gefahr springen die Jungvögel aus dem Nest ins Wasser, schwimmen flussabwärts und krabbeln ans Ufer, wo sie in Sicherheit sind.

Harpyie jagd ein Faultier
Kolibries (engl: hummingbirds)
Hoatzin
Aras
 

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