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Der Amazonas-Strom

Der Amazonas - Fließrichtung gewechselt

Vor Millionen von Jahren sah die Erde noch ganz anders aus. Wissenschaftler gehen davon aus, dass damals die Quelle des Uramazonas in Afrika lag.

© BBC

Denn die Kontinente waren vor 130 Millionen Jahren noch nicht auseinander gedriftet. Der Superkontinent aus diesen frühen Zeiten wird Godwana genannt. Er bestand aus dem heutigen Indien, Afrika, Südamerika, Australien und der Antarktis. Der Uramazonas floss damals auf diesem Kontinent von Osten nach Westen und mündete in den Pazifik. Mit einer Länge von 14.000 Kilometern war der Uramazonas der längste Fluss, den es jemals auf der Erde gab.

Doch der riesige Kontinent Godwana brach auseinander. Was wir heute als Südamerika bezeichnen driftete nach Westen. Nachdem Südamerika mit der Pazifischen Platte zusammen traf, entstanden die Anden an der Westküste des Kontinents. Der Uramazonas konnte nicht weiter in den Pazifik fließen, die Anden versperrten jetzt den Weg.

Wissenschaftler erklären mit dieser Theorie, warum es im Oberlauf des Amazonas, also mitten auf dem Kontinent, Tiere gibt, die sonst in Meeresnähe vorkommen. Rochen, Garnelen, Seezungen, Seekühe und Delfine leben nur im Oberlauf des Amazonas, aber nicht weiter unten in der Nähe des Meeres. Nach den Erkenntnissen der Wissenschaftler gerieten diese Tiere in den Amazonas, als dieser noch in den Pazifik mündete. Mit dem Auffalten der Anden wurden die Tiere vom Pazifik abgeschnitten.

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© Bernd Kulow
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