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Tiere des Amazonas

Kräftige Kiefer

Ameisen gehören mit Bienen und Wespen, Hummeln und Hornissen zu den so genannten Hautflüglern. Doch Flügel haben die Ameisen nur, wenn sie in riesigen Schwärmen ein neues Volk begründen. Nach der Befruchtung der Königin verlieren die Tiere die Flügel.

Ameisen sind Staaten bildende Insekten, deren Völker aus vielen Hunderttausend Tieren bestehen können. Mehr als 15.000 Arten sind bekannt. Ein Volk besteht je nach Art der Ameisen aus einer oder mehreren Königinnen, den Männchen und den geschlechtslosen Arbeiter-Ameisen. Ameisen können sehr alt werden: die Königin mehr als 20 Jahre, Arbeiterinnen bis zu 10 Jahren.

Ameisen sind eifrige Baumeister. Ihre Nester werden bis zu 2,5 Meter hoch. Häufig sind Ameisen auf Bäumen zu finden, wo sie Blattläuse „melken“. Sie nehmen sich die zuckerhaltigen Ausscheidungen der Blattläuse zur Fütterung der eigenen Brut.

Neben sesshaften Nesterbauern gibt es auch viele nomadisierende Ameisenarten (Wanderameisen, Treiberameisen), deren Königin ständig mit dem gesamten Volk auf Wanderschaft ist. Nur kurzzeitig wird ein Quartier zum Schlüpfen der jungen Ameisen errichtet.

Die Waffe der Ameisen sind die kräftigen Kiefer, mit denen sie heftig zubeißen können. Zusätzlich geben sie mit dem Hinterleib ein ameisensäurehaltiges Sekret ab, das den typisch brennenden Schmerz verursacht.

Sie hinterlassen beim Laufen eine Duftspur, an der sich andere Ameisen orientieren und so entstehen regelrechte Straßen zwischen dem Nest und den Nahrungsstellen.

Überall auf der Welt fühlen sich Ameisen zu Hause. Klein sind sie und ultra leicht. Doch rechnet man ihr Gewicht zusammen, so bringen sie in etwas das gleiche Gewicht auf wie alle Menschen zusammen genommen.

Quelle:
Pressemeldung des Zoo Rostock, 2002

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