Fast die Hälfte der Erde bezeichnen Wissenschaftler in einer neuen Studie noch als Wildnis. In diesen unberührten Gebieten ist die Vegetation zu mindestens 70 % in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Es leben dort nicht mehr als fünf Menschen pro Quadratkilometer. 200 Wissenschaftler aus aller Welt haben jetzt Daten zusammen getragen. Insgesamt wurden 37 Regionen gezählt, die als Wildnis eingestuft werden können. Sie stellen 46 % der Landmasse der Erde da. In diesen unberührten Gebieten leben nur 2,4 % der Weltbevölkerung.
Doch die Wildnis auf der Erde ist bedroht. Nur 7 % davon sind unter Schutz gestellt. Der Regenwald des Amazonasgebiets steht bei den unberührten Gebieten an erster Stelle und gehört zu den fünf Regionen, die als Arten-Schatzkammer der Welt bezeichnet werden. Neben dem Amazonas sind dies Papua Neuguinea, die nordamerikanischen Wüsten, der Kongo sowie die Wälder des südöstlichen Afrikas.
Das Amazonas Gebiet beherbergt den größten Regenwald der Erde, der sich über neun Länder erstreckt: Brasilien, Surinam, Guyana, Französisch Guyana, Venezuela, Peru, Bolivien, Ecuador und Kolumbien. In diesen Ländern liegt die biologisch reichste Wildnis der Erde. Beheimatet sind dort über 40.000 Pflanzenarten, wovon etwa 30.000 Arten nirgendwo sonst auf der Welt vorkommen. Dieser Artenvielfalt kommt kein anderes Wildnis-Gebiet nahe. Im Amazonasgebiet lebt im Schnitt nur ein Mensch pro Quadratkilometer.
Im brasilianischen Amazonasgebiet sind über 1.800 Schmetterlingsarten bekannt. Das entspricht etwa einem Viertel aller Schmetterlingsarten auf der Welt. Wissenschaftler fanden auf einem einzigen Baum im Amazonas-Urwald 95 unterschiedliche Ameisenarten. In ganz Deutschland gibt es dagegen nur 105 Ameisenarten.
Doch die Amazonasurwälder schrumpfen ständig: 17.000 Quadratkilometer gehen jedes Jahr verloren. Besonders die Holzfäller setzen dem Regenwald stark zu. In der Regel werden die Bäume wegen des begehrten Hartholzes gefällt und der Rest wird dann verbrannt und als Acker benutzt. Doch die Erde ist nicht lange fruchtbar. Das Land wird dann von den Bauern und Viehzüchtern wieder verlassen und weiterer Wald fällt den Motorsägen zum Opfer.
(20 Sekunden bis das Video startet) This is the beauty of the Amazona's rain forest, the one that is still there, full of life and strength. In this video you can see the beautiful Cristalino river and forest and the amazing Salto Augusto waterfalls, inside of the recently named National Park of Juruena, still closed to the public.