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Naturparks

Illegale Eingriffe

Brasilien hat jetzt das größte Naturreservat der Erde. Im Amazonas wurde ein Gebiet - vergleichbar mit der Größe Belgiens - unter Schutz gestellt. Welchen Sinn macht solch ein Naturreservat?

Der neu eingerichtete Naturpark Tumucumaque umfasst ein Regenwaldgebiet im Amazonas von 38.000 Quadratkilometern. Der Park liegt im Norden des Amazonas und grenzt an Französisch-Guyana. Der größte Teil liegt im brasilianischen Bundesstaat Amapá. Ein kleiner Teil im Staat Pará am Ufer des Rio Jari.

Das Gebiet ist bisher frei von Straßen oder anderer Infrastruktur. Im dichten Nebelwald leben gefährdete Tierarten wie der Jaguar, Süßwasser-Schildkröten, Adler oder seltene Affen-Spezies. Ein Drittel aller im Amazonasgebiet bekannten Vögel haben ihr Zuhause im neuen Park.

Das Gebiet ist eines der größten unerforschten Regionen der Erde. Man kann sich vorstellen, dass dort noch viele Arten entdeckt werden können, sagt Russel Mittermeier, Präsident von Conservation-International.

Illegale Praktiken

Der brasilianische Präsident sagte: "Pflanzen und Tiere, die woanders gefährdet sind, werden nun in unseren Wäldern für immer leben und sich vermehren". Doch das Einrichten eines Parks auf dem Papier sagt noch wenig aus über die Praxis vor Ort.

Eine neue Studie der Internationalen Tropenholz-Organisation, ITTO, hat Anspruch und Wirklichkeit bei Schutzkonzepten von Tropenwäldern untersucht. Demnach liegen für alle weltweit unter Schutz gestellten Tropenwälder nur in wenigen Fällen ausgearbeitete Schutzkonzepte vor - bei knapp vier Prozent. Umgesetzt wurden selbst diese Konzepte nicht alle.

Bislang jedenfalls kommt es in Naturreservaten immer wieder zu illegalem Holzschlag, Schürfen nach Edelmetallen oder sogar zum Einfangen wilder Tiere für den Export. Um das Einhalten der Vorschriften in einem Park durchzusetzen, braucht es zum Beispiel Parkwächter und die kosten Geld. Weltbank, Global Environment Facility und WWF wollen die Einrichtung der Parks finanziell unterstützen.

Auf dem Gipfel in Johannesburg wurde darüber hinaus ein 10-Jahres Plan (Amazon Region Protected Areas Program) vereinbart. Brasilien will insgesamt 12 % des Amazonas schützen. Bislang befinden sich etwa 1 % unter Schutz.

Umfassen soll das geschützte Gebiet am Ende 23 Waldregionen mit unterschiedlichen Ökosystemen und verschiedene Arten von Landschaften. Auch Indianergemeinschaften sollen von dem Projekt profitieren.

In den nächsten 10 Jahren werden für die Einrichtung der Reservate US$ 395 Millionen gebraucht. Auch die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau ist mit finanzieller Unterstützung dabei. "Die Rettung der Regenwälder ist eine Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung", sagte James Wolfensohn, Präsident der Weltbank, in Johannesburg.

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Christopher Springate reist durch drei große Nationalparks im Amazonasgebiet und zeigt das Projekt ARPA (Protected areas of the amazon). Der erste Park, so groß wie Israel, war früher ein Abholzungsgebiet für den Schiffbau, jetzt wurde das Abholzen komplett gestoppt.
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