Suchen      Sitemap      Videos  
  Weblog  
  Kinder  
 Newsletter  

Waldrodung

Kleinbauern in Amazonien

Der Urwald am Amazonas wird durch viele kleine Rodungen nachhaltig geschädigt.


© Bernd Kulow

Brasilien ist ein Land mit vielen Armen. Wer in den Slums der Megastädte kein Auskommen findet oder in armen Regionen ohne Besitz ist und unter dem Existenzminimum lebt, den zieht es in den Amazonas-Regenwald. Dort rodet er ein Stück des Waldes und betreibt auf der abgebrannten Fläche Landwirtschaft.

Doch die Bauern geraten in einen Kreislauf, ausgelaugter Böden, geringer Erträge und der stetigen Umweltvernichtung. Denn die riesigen Urwaldbäume, das grüne Dickicht des Regenwaldes wächst auf einer minimalen Humusschicht. Darunter befindet sich in der Regel unfruchtbarer Boden, der extrem arm an Mineralien ist. So ist nach der Rodung der Boden schnell erschöpft und die Erträge gehen bereits nach 2 bis 3 Jahren so stark zurück, dass sich ein Anbau nicht mehr lohnt. Ein weiteres Stück Land muss gerodet werden. Meist ist rechtlich nicht geklärt, wem das Land gehört. Es steht dem zur Verfügung, der es sich zuerst nimmt.

Selbst wenn der Kleinbauer das neue Stück Urwald bezahlen muss, ist dies billiger, als in Dünger zu investieren. Zudem fehlt den Kleinbauern das Wissen darüber, wie man auf erschöpften Böden wirtschaften kann. Kredite bekommen sie keine, denn sie haben den Banken keinerlei Sicherheiten zu bieten. Die „Caboclos“, wie die Kleinbauern in Brasilien heißen, sind meist nur auf die Selbstversorgung ihrer Familie aus. Sie produzieren fast nichts für den Verkauf.

Regenwald lässt sich nicht wieder herstellen

Am Ende bleibt auf den ausgelaugten Flächen allenfalls eine extensive Landwirtschaft mit Viehwirtschaft oder das Land wird zur brachen Steppe oder gar Sandwüste. Der Regenwald ist unwiederbringlich vernichtet. Denn das Ökosystem Regenwald lässt sich nicht wieder herstellen.

Doch wer will den Kleinbauern verbieten, den Wald als Nahrungsgrundlage zu nutzen? Experten fordern, dass in das gerodete, zum großen Teil ungenutzte Land investiert werden sollte, um es landwirtschaftlich nutzen zu können. Es sollte kein weiterer Regenwald mehr gerodet werden.

Zum Glück ist in Brasilien das Umweltbewusstsein in den letzten Jahren stark gewachsen. Es gibt viele Organisationen, die sich für den Erhalt des Amazonas-Regenwaldes einsetzen.

nach oben

audible search box 180x150

audible.de
Finden Sie Ihr Hörbuch:
Auswahl aus 30.000 Titeln!

Die meisten Kleinbauern in Amazonien leben von der Selbstversorgung
© Bernd Kulow
Die Kinder sind meist der Lebensmittelpunkt der Kleinbauern.
© Bernd Kulow
Wer will den Kleinbauern verbieten, den Wald als Nahrungsgrundlage zu nutzen?
© Bernd Kulow
 

email an webmaster amazonas.deimpressumcopyrightPortal LiteraturPortal WissenPortal ReisePortal Geschichte Portal IndianerPortal Regenwaldemail an amazonas.deStartseite amazonas.de