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Forschung

Fotofalle für den Jaguar

Wissenschaftler erforschen das Verhalten des Jaguars mit einer neuen Methode.

Jaguar
   © Bernd Kulow

Rinderzüchter verfolgen den Jaguar, Felljäger töten ihn, in seinem Lebensraum wird er immer weiter eingeengt. Wie viele Jaguare leben noch in freier Wildbahn? Mit einer Fotofalle bringen Wissenschaftler Licht ins Dunkel.

Wie viele Jaguare gibt es in den einzelnen Schutzgebieten? Wie stark sind die Jaguare verbreitet? Welchen Lebensraum benötigt ein Jaguar? Wissenschaftler haben eine neue Methode entwickelt, um Antworten auf diese Fragen zu bekommen. Die Jaguare fotografieren sich sozusagen selbst – mittels einer Fotofalle. Naturfotografen nutzen schon seit längerem die Fotofalle. Sobald ein Tier sich der aufgebauten Kamera nähert, löst eine Lichtschranke den Auslöser aus.

Kein Jaguar sieht genauso aus wie ein anderer. Anhand der Musterung lassen sich die Tiere unterscheiden. So wissen die Wissenschaftler, ob derselbe Jaguar mehrmals die Fotofalle ausgelöst hat, oder ob es unterschiedliche Tiere waren.

© WCS

Aufgestellt werden die Kameras dort, wo man die Raubkatze vermutet. Hin und wieder sollen hingegen Wilderer in die Fotofalle getappt sein. Der Film zeigte dann einen erschrockenen Wilderer statt eines Jaguars.

Stärkste Verbreitung am Amazonas

Der Jaguar kann in unterschiedlichsten Zonen leben, von der Wüste bis zum tropischen Regenwald. Er kommt im Süden der USA vor, vor allem im Süden von Arizona. Das ist sein nördlichstes Gebiet. In Mexiko und Mittelamerika findet der Jaguar ebenso einen Lebensraum wie in Südamerika, dort findet man ihn bis in den Norden Argentiniens. Sein stärkstes Verbreitungsgebiet aber ist das Amazonasbecken.

© WCS

Die Forscher trafen sich auf Einladung der Wildlife Conservation Society 2002 im Bronx Zoo in New York. Ergebnis des Workshops: Gemeinsam sollen jetzt die unterschiedlichen Lebensräume des Jaguars untersucht werden. Die Jaguarforscher aus insgesamt 16 verschiedenen Ländern werden ihre Erkenntnisse in eine gemeinsame Datenbank eingeben.

Schutzprogramm für den Jaguar

Mit diesem Geographic Information System (GIS) werden Vergleiche der einzelnen Lebensräume des Jaguars möglich sein. Aus den Daten lässt sich dann ableiten, in welchen Ländern und Gebieten der Jaguar stärker geschützt werden muss. Eine Prioritätenliste der Gebiete wird erarbeitet.

„Die Daten werden die Grundlage für unser Schutzprogramm für den Jaguar bilden“, sagt Eric Sanderson von der Wildlife Conservation Society.

Obwohl der Jaguar tief verwurzelt ist in der Mythologie vieler amerikanischer Völker - so schrieben die Maya dem Jaguar übernatürliche Kräfte zu -, weiß man bis heute noch relativ wenig über die Raubkatze. Das Unwissen über das Verhalten des Jaguars führt häufig bei Rinderzüchtern dazu, das Tier zu jagen und zu töten. Sobald ein Rind vermisst wird, vermuten die Farmer den Jaguar als Ursache. Doch Forscher haben herausgefunden, dass der Jaguar keine Rinder anfällt, die sich in einem umzäunten Gebiet befinden. Mit dem Jaguarschutzprogramm sollen nun auch Rinderzüchter über das Verhalten von Jaguaren informiert werden, um ein überflüssiges Töten des Tieres zu vermeiden.

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     Quelle:

  • Wildlife Conservation Society
© BBCearth


Fotofalle für den Ozelot.
© NationalGeographic

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© BBCearth


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