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Regenwald

Baumsterben im Amazonas-Regenwald

Selbst in noch völlig unberührtem Urwald sterben Bäume.


© Bernd Kulow

„Die Veränderungen im Amazonas-Regenwald sind offensichtlich“, sagt William F. Laurance vom Smithonian Tropical Research Institute in Panama. Zunehmend würden schnell wachsende, große Bäume das riesige Ökosystem dominieren, während bei den kleineren Bäumen von einem „Massensterben“ gesprochen werden müsse. „Die größeren Bäume sind die Gewinner, die kleinen die Verlierer“, so bringt es der US-Wissenschaftler auf den Punkt. Die Wissenschaftler gehen in einer internationalen Studie davon aus, dass dieser Trend auf die Treibhausgase zurück zu führen ist.

Die großen Bäume sind die Gewinner, die kleinen die Verlierer.
© Bernd Kulow

Ein Grund für die Veränderungen könne der weltweit steigende Ausstoß an Kohlendioxid sein. Die Bäume benötigen den Kohlenstoff aus diesem Gas, um ihr Holz aufzubauen, es hat einen düngenden Effekt. Das stärkere Vorhandensein von Kohlendioxid führe zu schnellerem Wachstum, so der Wissenschaftler. Damit verschärfe sich der Wettbewerb unter den Bäumen um Licht, Wasser und Nährstoffe. Diese Überdüngung des Waldes könne ein Hinweis auf einen fundamentalen Wandel in der gesamten Waldökologie sein.

Auch abgelegene Urwälder im Amazonas-Becken werden von den Treibhausgasen in Mitleidenschaft gezogen.
© Bernd Kulow

Unter diesen Bedingungen hätten größere und schneller wachsende Baumarten die besten Chancen. Das Holz dieser Bäume sei dann aber weniger dicht.

Als weitere mögliche Ursachen für die Veränderungen im Ökosystem Amazonas-Regenwald nennen die Forscher regionale Änderungen der Temperatur, des Regenfalls, der Sonneneinstrahlung sowie der Nährstoffversorgung.

Dschungel-Tiere betroffen

Die Verschiebungen im Amazonas-Urwald würden auch Auswirkungen auf andere Lebewesen haben. Im tropischen Regenwald sind die Arten äußerst spezialisiert. Wenn sich die Vegetation nur leicht ändert, werden damit vor allem Tiere, die sich von Pflanzen ernähren, betroffen.

Das stärkere Vorhandensein von Kohlendioxid im Amazonas-Gebiet führt zu schnellerem Wachstum.
© Bernd Kulow

Für die Studie, die sich über 20 Jahre erstreckte, haben Forscher aus den USA und Brasilien insgesamt 14.000 Bäume in einem Gebiet von mehr als 300 Quadratkilometer markiert und vermessen, um ihre Wachstumsrate zu untersuchen. Diese Bäume stehen in den ursprünglichsten und widerstandsfähigsten Regenwaldgebieten, von direkten Aktivitäten des Menschen, wie Brandrodung oder Einschlag, völlig unberührt. Den Wissenschaftlern ist dies Beleg dafür, dass auch diese abgelegenen Urwälder in Mitleidenschaft gezogen werden, vor allem von den Treibhausgasen.

© googletechtalks

Michael Roy (PhD) will talk about the work that his organization CREA is carrying out in Panama to conserve endangered tropical forests. Specifically the talk will deal with the link between human poverty and environmental degradation and how social justice is key to the solution. .

Quellen:

• „Pervasive alteration of tree communities in undisturbed Amazonien forests“ erschienen in “Nature”, Band 428, Seite 171-175, Ausgabe 11. März 2004

AMAZONAS.de

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