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Greenpeace

Sklaverei in Amazonien

Studie zur Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes

Sklaverei und illegaler Holzeinschlag im großen Stil - ein Greenpeace-Report enthüllt das alarmierende Ausmaß der sozialen und ökologischen Konflikte im brasilianischen Amazonas-Urwald. Viele Menschen müssen in Pará als Sklaven arbeiten.

"Im Wald herrscht Krieg um Land, Waldausbeutung und Profit um jeden Preis", sagt die Greenpeace Waldexpertin Sandra Pfotenhauer.

Im vergangenen Jahr wurden im Amazonas 25.000 Quadratkilometer Regenwald zerstört - eine Fläche von der Größe Mecklenburg-Vorpommerns. "Wenn der Holz-Mafia nicht endlich Einhalt geboten wird, verlieren wir die letzten tropischen Naturparadiese, den Lebensraum für unzählige Menschen, Tiere und Pflanzen."

Der Report beschreibt die in Besitznahme von bisher unberührten Urwaldgebieten im brasilianischen Bundesstaat Pará durch internationale Holzkonzerne, Politiker und lokale Mafia-Bosse.

Pará ist die größte Holz exportierende Region des gesamten Amazonas und verkauft tropische Hölzer auch nach Deutschland. Mehr als zwei Drittel des Holzes werden illegal im Urwald eingeschlagen. Auf der Suche nach dem "grünen Gold" Mahagoni dringt die Holzindustrie unter Missachtung der Gesetze in Indianerland ein und schlägt Schneisen in den Urwald, so die Umweltorganisation.

Danach werden im industriellen Maßstab auch Soja-Plantagen und Viehweiden angelegt. Die Umweltprobleme in Pará sind eng verbunden mit sozialer Ungerechtigkeit und weit verbreiteter Gesetzlosigkeit, schreibt Greenpeace. In entlegenen Gebieten des Urwaldes, in denen die Polizei keine Kontrolle ausübe, werde die Zerstörung des Urwalds oftmals mittels Sklaverei vorangetrieben.

Mit falschen Versprechungen würden Arbeiter in die Waldregionen gelockt und gerieten in eine Falle aus Schuldverpflichtungen und Arbeit. Die Flucht aus der Sklaverei müsse oft mit dem Leben bezahlt werden. 29 Menschen seien im Jahre 2002 im Zusammenhang mit der Holzmafia ermordet worden.

Greenpeace setzt sich für den Schutz des Urwaldes und die Rechte der betroffenen Bevölkerung ein. Die Umweltorganisation fordert, Schutzgebiete einzurichten, um den dramatischen Verlust der Artenvielfalt und die unkontrollierte Zerstörung von Urwäldern zu stoppen. Die langfristige Zukunft von Pará sieht Greenpeace in der Kombination aus nachhaltiger Nutzung und der Einrichtung von Schutzgebieten.

Quelle: Greenpeace Pressemeldung

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