Artenvielfalt
Neue Affenart entdeckt
Wissenschaftler sind überzeugt: Es gibt noch viele unbekannte Tiere und Pflanzen im Regenwald.

Noch haben die Regenwälder am Amazonas Geheimnisse: Forscher sind auf eine bis heute unbekannte Affenart gestoßen. Dies deutet auf die enorme Artenvielfalt hin, die erst in Ansätzen bekannt ist.
Die neue Affenart wurde Callicebus bernhardi, nach dem niederländischen Prinzen Bernhard, genannt. Der Niederländer ist für sein Engagement für den Naturschutz bekannt.
Der Primatenforscher Marc van Roosmalen, der seit Jahren im Amazonas-Dschungel Affen erforscht, hat die neue Art entdeckt. Er will jetzt die brasilianische Regierung überzeugen, ein Naturreservat in dem Gebiet einzurichten.
Die Affen sind nicht größer als eine kleine Hauskatze und leben im Unterholz des Amazonas-Regenwaldes. Sie ernähren sich von Früchten und Blättern.
Roosmalen hatte kurz vorher bereits eine andere Affenart entdeckt: Callicebus stephennashi. Von dieser Affenart, die durch ein silbernes Fell, eine schwarze Stirn und einen roten Backenbart gekennzeichnet ist, weiß man noch nicht hundertprozentig, wo sie genau vorkommt. Fischer brachten den Affen zum Forschungszentrum in Manaus, wo Roosmalen arbeitet.
"Dies hat uns gezeigt, wie viel wir noch über die Artenvielfalt zu lernen haben, insbesondere in den tropischen Regenwäldern", sagt Russell Mittermeier, Präsident von Conservation International, der Umwelt-Organisation mit Sitz in den USA, die die Entdeckung der bislang unbekannten Affenarten meldete.
Jetzt sind die Wissenschaftler überzeugt, dass es noch viele Tiere und Pflanzen im Amazonas gibt, denen noch nie ein Mensch begegnet ist. Die enorme Artenvielfalt ist im Amazonasgebiet durch die vielen Flüsse und Nebenflüsse entstanden. Durch diese natürlichen Grenzen entwickelten sich unzählige Arten isoliert von einander.
In Brasilien leben 95 verschiedene Affenarten, die der Wissenschaft bekannt sind, mehr als in irgendeinem Land der Welt. Viele von ihnen sind bedroht.
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