Indianeraktion
U´wa wenden sich an Weltöffentlichkeit
Die U´wa (Association of U´wa Traditional Authorities) haben sich 2003 mit einer Erklärung an die Weltöffentlichkeit gewandt:
Die U´wa erklären, dass es für sie keinen Unterschied macht, ob das Ölförderungsprojekt in ihrem Gebiet von einer ausländischen oder nationalen Gesellschaft durch geführt wird. So oder so bedeute dies die Zerstörung ihrer Kultur, ihrer Autonomie und der natürlichen Umwelt. Sie würden einer Vergiftung der in ihrer Vorstellung heiligen Erde niemals zustimmen.
Die U´wa wollen sich nun mit 85 Indianer-Völkern Kolumbiens zusammen schließen, um das Bewusstsein für die kulturelle Identität zu stärken und den Prozess zu fördern, die eigenen Rechte einzufordern.
Gemeinsam mit den unterschiedlichen Indianer-Völkern suchen sie den Dialog mit der kolumbianischen Regierung. Sie gehen dabei davon aus, dass sie das verbriefte Recht an dem Land haben, auf dem Öl gefördert werden soll.
Die U´wa fordern von der Regierung den Respekt für ihr Leben, ihre Kultur und Autonomie sowie Frieden in Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen.
Kollektiver Selbstmord ?
Die U´wa äußern sich auch über die Frage eines "kollektiven Selbstmordes". Ihre Vorfahren in der kolumbianischen Region Boyacá hatten sich nicht den spanischen Gesetzen und der spanischen Verwaltung unterwerfen wollen. Etwa einhundert Familien der U´wa wollten lieber sterben als ihre Identität aufzugeben und stürzten sich gemeinsam von einem Abhang in den Tod. Dies geschah mit innerer Stärke und Würde, sind die Nachfahren heute überzeugt.
Deshalb erklärten die U´wa 1995, als ihr Land von der amerikanischen Ölfirma OXY bedroht war, dass sie lieber sterben wollten, als die Zerstörung ihres heiligen Landes, ihrer Gesetze und ihrer Geschichte erleben zu müssen. Dies sei von den Medien als "kollektiver Selbstmord" interpretiert worden. Die U´wa betonen, dass sich ihre Einstellung diesbezüglich auch heute, im Jahre 2003, nicht geändert habe.
Quelle: www.amazonwatch.org
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