Indianeraktion
Ölkonzern gibt auf
Die U´wa haben Grund zur Freude. Der Ölmulti Oxy hat sein Vorhaben, auf ihrem Gebiet im kolumbianischen Nebelwald Öl zu fördern, jetzt aufgegeben. Wie wird es nun weitergehen?
Fast zehn Jahre lang haben die U´wa sich gegen einen Ölmulti gewehrt. In ihrer Heimatregion, im ökologisch äußerst wertvollen Nebelwald im Nordosten Kolumbiens, haben seit mehreren Jahren Probebohrungen nach Öl stattgefunden. Der kalifornische Ölmulti Oxy vermutete hier das größte Ölfeld Lateinamerikas.

Die U´wa bilden eine Gemeinschaft von 5.000 Angehörigen
Die U´wa aber fürchteten die Zerstörung ihrer Umwelt und damit auch ihrer Kultur, wenn Ölquellen gefunden und erschlossen würden. Für die Ölförderung hätte Wald gerodet und Straßen durch den Nebelwald geschlagen werden müssen, was Siedler angezogen hätte.
Umweltaktivisten in aller Welt haben die U´wa in den letzten Jahren in ihrem Einsatz gegen den Ölkonzern unterstützt. Der Konzern wurde mit Klagen überzogen, friedliche Demonstrationen und Blockaden fanden an den Bohrstellen statt.
Warum der Konzern Oxy jetzt auf seiner Aktionärsversammlung in Los Angeles erklärte, die Bohrungen sollten eingestellt werden, blieb unklar. Offiziell hieß es "aus technischen und wirtschaftlichen Gründen" wolle man von weiteren Erkundungsborungen absehen. Nicht nur die U´wa und die Umweltschützer gehen aber davon aus, dass dem Konzern der Widerstand stark zugesetzt hat und er einen nachhaltigen Imageschaden befürchtete.
Allerdings will wohl nun die staatliche kolumbianische Ölfirma Ecopetrol nach dem Ölvorkommen suchen.
Die U´wa haben sich jetzt - im März 2003 - mit einer Petition an die Welt gewandt.
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