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Indianer-Aktion
Deni jetzt Besitzer ihres Territoriums
Den Deni-Indianern ist es endlich gelungen, dass ihr Stammesgebiet im Amazonas-Regenwald nun als ihr Besitz anerkannt wird. Nach 18 Jahren sind die Grenzen ihres 15.000 Quadratkilometer großen Territoriums markiert und erfasst. Durch die staatliche Anerkennung der Grenze wird das Indianerland nun vor den Abholzungen durch Holzfirmen besser geschützt. Die Umweltorganisation Greenpeace nimmt für sich in Anspruch, maßgeblich an dem Erfolg der Deni beteiligt gewesen zu sein.
Mit der Markierung ihres Landes haben die Deni das Recht erhalten, Eindringlinge zu vertreiben - egal ob diese es auf Holz, Öl oder Gold abgesehen haben. Das unveräußerliche Recht der Deni am Wald steht jetzt unter dem Schutz des Bundesstaates und kann gerichtlich eingefordert werden.
Die Deni, ein nur 2.400 Menschen zählendes Volk, leben abgeschieden und naturnah im Regenwald. Vor vier Jahren hatte ein internationales Greenpeace-Team, auch mit deutscher Teilnahme, damit begonnen, die Deni bei der beschwerlichen Markierung ihres Landes zu unterstützen. Entlang des Grenzstreifens stehen jetzt Schilder: „Betreten verboten Deni Land“.
„Der Schutz des Gebietes ist ein großer Erfolg für alle, die weltweit gegen die zunehmende Zerstörung der letzten Urwälder kämpfen“, sagt Thomas Henningsen, Wald-Experte von Greenpeace Deutschland.
Juruá und Purus, zwei große Nebenflüsse des Amazonas, begrenzen den Lebensraum der Deni im Herzen des Amazonastieflandes. Die Deni, Angehörige der Sprachfamilie der Arawa, leben in diesem großen Gebiet verstreut in kleinen Gruppen. Die Situation der Deni ist selbst für die Verhältnisse der Amazonasindianer schlecht, was sich besonders an ihrem Gesundheitszustand zeigt. Die Ressourcen wie etwa Wild und Fisch werden zusehends knapper. Als Folge der mangelhaften Ernährung leidet mehr als ein Drittel der Bevölkerung in der Xerua-Region an Anämie, Blutarmut.
1985 entschlossen sich die Deni, ihr Land vor unkontrolliertem Raubbau und Brandrodung zu schützen. Die staatlichen Auflagen zur Grenzmarkierung sind streng: vom Land, Wasser und aus der Luft müssen die Grenzen eindeutig zu erkennen sein. Nur dann wird der Besitzanspruch an einem Territorium anerkannt. Vor vier Jahren hatte Greenpeace herausgefunden, dass der Holzgigant WTK beabsichtigte 3.000 Quadratkilometer Wald in Amazonien zu erwerben, um dort Holz zu schlagen. Die Hälfte des zum Verkauf stehenden Landes befand sich im Deni-Territorium. Greenpeace startete eine Kampagne gegen die Geschäfte von WTK. Die Firma trat schließlich öffentlich von ihren geplanten Investitionen im Amazonas zurück.

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