Ausstellung
Amazonas-Indianer
Siedlungen vor 20.000 Jahren
Seit Jahrtausenden haben Indianer in Amazonien gelebt. Die unterschiedlichen Gruppen unterscheiden sich beträchtlich in ihrer Kulur. Der den Europäern als undurchdringler Urwald erscheinende Regenwald Amazoniens war seit Jahrtausenden indianische Kulturlandschaft.
Vor etwa 20.000 Jahren siedelten die ersten Indianer in Amazonien. In der Ausstellung wird dies durch archäologische Objekte belegt. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt indes auf der Situation der Indianer heute. Dabei wird das indianische Leben von drei Gruppen dargestellt: den Kubeo, Kaiapó und Karajá. Diese Gruppen leben in Brasilien und Kolumbien.
Die Kubeo, deren Territorium in Kolumbien liegt, sind in den letzten Jahren immer stärker mit den bürgerkriegsähnlichen Zuständen Kolumbiens konfrontiert worden. In ihrem Territorium müssen sie sich auch mit den Cocapflanzern und Kokainherstellern auseinandersetzen.
Die Kaiapó hingegen siedeln in Brasilien. Ihre Geschichte ist von Vertreibung und immer wiederkehrenden gewaltsamen Einwirkungen gekennzeichnet. Heute versuchen sie, ihr Territorium und ihre Rechte gewaltsam zu verteidigen und vor internationalen Gremien wie der UNO einzufordern.
Die Karajá wiederum wählten einen anderen Weg: die Kooperation. Ihr Versuch, mit dem Tourismus Geld zu verdienen, ist allerdings vorerst gescheitert.
Quelle:
- Amazonas-Indianer - Katalog zur Ausstellung
Die Ausstellung war im Lindenmuseum in Stuttgart und im Museum für Völkerkunde in Leipzig zu sehen. Ob die Ausstellung noch einmal gezeigt wird, ist noch nicht entschieden.
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